Über Mich

Mein Krankheitsverlauf:

Als meine Schmerzen begannen, da war ich 19 Jahre alt. Ich hatte damals, wie schon immer in meinem Leben, ausgelassen in meinem Zimmer zu meiner Lieblingsmusik getanzt als plötzlich ein Schmerzstich, in meiner oberen Innenseite des linken Oberschenkels, rein zog. Der Schmerz an dieser Stelle war danach nicht mehr spürbar aber danach tat mein linkes Bein von der Hüfte bis zum Knie, in schlimmen Zeiten auch bis zum Fußgelenk weh. Nach diesem Vorfall war ich im Laufe der Jahre bei 7 verschiedenen Orthopäden und keiner konnte mir erklären was damals passiert ist und wie man das beheben könnte. Ich bekam zig Medikamentenverschreibungen und Physiotherapien, welche alle nur kurzfristig halfen und viele dumme Kommentare, wie z.B. das liegt an ihrer Skoliose oder Hüftdysplasie (komisch das ich mit denen 19 Jahre lang null Probleme hatte und dann plötzlich von einer Sekunde auf die andere) oder sie sollten sich mehr bewegen und walken gehen, das stärkt ihre Muskel (zu dem damaligen Zeitpunkt war ich topfit aber egal). Irgendwann hatte ich mich damit abgefunden und akzeptierte dass ich wohl mein ganzes Leben lang jetzt mit meinen linken Bein Beschwerden haben werde.

Bis eines Tages aufgrund von Überarbeitung und Überlastung auf Arbeit eine Sehnescheideentzündung dazu kam, welche damals in meinen Augen,  nie ausheilte. Wie auch bei dem Bein, nahm ich irgendwann eine Schonhaltung ein, die das ganze noch verschlimmerte. Zig Therapien halfen wieder nur kurzfristig Auch die Angst vor bestimmten Bewegungen, erhöhte wieder unbewusst meinen Muskeltonus und machte die ganze Sache noch schlimmer als sie eh schon war. Alles verschlimmerte sich dann dramatisch als ich dann im neuem Job mich überlastet fühlte und ich nicht die Erwartung des Chefs erfüllen konnte (da mein Arm schmerzte musste ich große PC-Arbeit auf meine Kollegen abwälzen und das Schlimme daran war, dass ich als Aushilfe angestellt war und eigentlich den vorhandenen Kollegen Arbeit abnehmen sollte). Irgendwann kamen auch noch privat Probleme dazu und dann konnte ich nicht mehr und ich ließ mich krankschreiben. Zu den Schmerzen im Bein und im Arm kamen nun auch noch Schmerzen im Kopf und Kiefer dazu und ich hatte andauernd Schweißausbrüche und ich fühlte mich ständig wie „unter Strom“. Begleitend kamen später noch Appetitlosigkeit, Depression und Ängste hinzu.

Ich begann dann eine Verhaltenstherapie, die nun einiges ins Rollen brachte aber nicht bedeutend meine Schmerzen und die anderen Symptome verringerte. Dann kam ein Aufenthalt in einer Tagesklinik. Am Ende der Tagesklinik fühlte ich mich jedoch schlechter als vorher. Auch wenn ich sehr viel über mich gelernt hatte in dieser Zeit. Leider half es mir schmerztechnisch nicht weiter. Die einzige Therapie die mir in der Zwischenzeit half, war die sensomotrische Körpertherapie, wo ich viel über meine Körperwahrnehmung lernte, welche ich in all den Jahren verloren hatte.

Der wirklich große „Schmerzdurchbruch“ gelang mir aber erst als ich Sarno`s Buch las. Als ich von der Macht des Unterbewusstseins erfuhr und das es TMS gibt und das ich endlich ein Diagnose hatte, die wirklich auf mich zutraf und auch die Entstehung des Schmerzes in meinem Bein erklärte (bei meinem Arm dachte ich immer dass es von der Sehnescheideentzündung kam). Ich hatte doch zig Therapien ausprobiert und keine hat geholfen. Es muss die Psyche sein, genauer gesagt mein Unterbewusstsein, weil das der Ort in mir war, den ich mir noch nie angeschaut hatte. Es ist ziemlich schwierig rauszubekommen was ich in Wirklichkeit fühle und denke, weil es gut verdrängt im Unterbewusstsein schlummert. Aber ich habe es geschafft so langsam daran zu kommen und ich habe nun auch eine Psychoanalyse begonnen um mir auch professionell weiterhelfen zu lassen. Das ist wirklich sehr wichtig, weil es wirklich hart sein kann, was man im Unterbewusstsein findet*. Nicht umsonst tut unser Körper uns mit lästigen Symptomen davon ablenken. Und ich sage Ihnen, es gab in der Tat schon einen Moment in dem ich dachte, dass ich lieber den körperlichen Schmerz spüren wollte als diesen heftigen seelischen Schmerz. Aber ich will keine Schmerzen mehr haben und ich will endlich wieder Ruhe und Frieden in meinem Körper und in meiner Seele.

*Ich möchte bemerken, dass nicht jeder eine Therapie benötigt. Laut Sarno brauchen ca. 20 % aller TMS-Patienten eine professionelle Hilfe. Nicht jeder ist ein so „guter“ Verdränger wie ich.

Meine durchgeführten Therapien

Diese 10 Therapien probierte ich aufgrund der Schmerzsymptomatik im Laufe der Jahre aus (Bein, Arm, Kopf):

  1. klassische Physiotherapie
  2. klassische Massage
  3. Cranio- Sacral- Therapie
  4. Cranio-Mandibular-Therapie
  5. Triggertpunktherapie
  6. Akupunktur
  7. Osteopathie
  8. Psycho-Kinesiologie
  9. Sensomotorische Körpertherapie (incl. Feldenkrais)
  10. Alexandertechnik (ansatzweise)

Die Therapien 1.-5. halfen immer nur kurzfristig. Akupunktur half überhaupt nicht. Bei der Osteopathie erfuhr ich eine schnellere Regeneration nach Schmerzattacken. Aber dauerhaft war es auch keine Lösung. Die Psycho-Kinesiologie fand ich sehr (ent)spannend und ich fühlte mich danach super. Habe ich aber erst einmal abgebrochen. Würde ich aber gern, nach Lösung der größten innerlichen Konflikte, wieder aufnehmen. Die Sensomotorische Körpertherapie hat eine wirkliche lange Wirkung bei mir gehabt, also eigentlich bis heute. Man muss jedoch ab und an die Übungen dafür machen. Die Sensomotorische Körpertherapie ist sehr bedeutend aufgrund der Wiedererlernung der Körperwahrnehmung- und steuerung. Bei der Alexandertechnik verspreche ich mir gleiches. Da werde ich mich, sobald wie möglich, um einen Unterrichtsplatz bemühen.


Depression & Ängste

Wie Sie oben schon gelesen haben, hatte ich nicht nur mit Schmerzen zu kämpfen. Auch die psychischen Leiden Depression und Ängste plagten mich. Wobei ich in der Verhaltenstherapie schon raus fand, dass ich bereits unter einer Dysthymie (eine sehr leichte Art von Depression) litt und die Ängste die ich später stark spürte gab es auch schon früher in meinem Leben, nur halt nicht so extrem. Die starken Ängste und Depression entstanden, als ich anfing einen Weg in meinem Unterbewusstsein zu finden. Meine Muskelschmerzen wurden weniger und ich fühlte mich plötzlich sehr erschöpft. Denn das spürte ich eigentlich: Trauer, Wut und Angst – ziemlich viel und ziemlich heftig. Diese Gefühle wurden aber mit viel Muskelkraft zurückgehalten, damit sie nicht in meinem Bewusstsein eindringen konnten. Denn wie bereits erwähnt, waren/sind diese Gefühle seelisch sehr schmerzhaft und ich habe sie nicht ohne guten Grund verdrängt. Aber ich denke ich kann mit diesem Problem umgehen und ich möchte lernen damit klarzukommen.


3 Jahre später

Alles was Sie bis hier gelesen haben stammt aus dem Februar 2012. Nach 3 Jahren möchte ich gern mitteilen wie es mir heute geht. Ich habe in der Zeit sehr viel gelesen und aus den Büchern und von Menschen gelernt. Schmerzen habe ich heute nicht mehr und ich habe fast meine volle Gelenkigkeit von damals zurück, sowie keine Angst mich zu bewegen und auch habe ich wieder anfangen können zu joggen. Körperlich geht es mir sehr gut, bis auf dass ich noch sehr oft angespannt bin und ich immer noch schnell anfange zu schwitzen. Geblieben sind auch noch einige Ängste, die ich aber im Laufe der Zeit immer mehr abbauen konnte. Im Großen und Ganzen geht es mir sehr gut, trotz dieser kleinen Einschränkungen wie ich sie noch oft empfinde, obwohl es nur Indikatoren sind die mir aufzeigen wie sehr ich mich selbst l(i)ebe oder nicht. So gesehen bin ich meinem Körper dankbar, dass er mir aufzeigt wo es noch Baustellen gibt.

Die Psychoanalyse habe ich vorzeitig abgebrochen, da ausgerechnet dann als ich bei mir selbst ankam und ich eigentlich nur die richtigen Fragen von jemanden brauchte, diese von meinem sehr schweigsamen Psychotherapeut nicht bekam (was auch ok war, ich musste mich ja nur entscheiden die Therapie zu beenden). Ich habe dann aus Zufall DAS Fragetool in einer Zeitschrift entdeckt, nach dem ich mich schon lange innerlich gesehnt habe, denn ich wusste, die Antworten und Lösungen stecken bereits alle in mir, ich benötige nur die richtigen Fragen um diese heraus zu bekommen. Das Fragetool heißt “The Work” und ist von Byron Katie. Ich nutze dieses Fragetool nun seit fast 1,5 Jahren und in dieser Zeit habe ich super Fortschritte gemacht. Natürlich habe ich vorher auch immer stetig Fortschritte gemacht, aber seit dem Fragetool kann ich mich endlich verstehen und auch endlich bewusst daran arbeiten. Zudem erreiche ich auch Verständnis und Mitgefühl für andere Menschen, bei denen ich hier und dort sehr viel Wut und Ärger lange Zeit noch spürte. Kurz gesagt: Dieses Tool + noch weitere Erkenntnisse und Fragenstellungen sind für mich die Lösung um die meisten Krankheiten zu beenden. In meinen Augen werden wir nur krank weil unsere Seele krank ist, sobald wir voll und ganz wir selbst sein können und unser Selbst und unsere Träume leben können, sind wir voller Energie und unser Immunsystem und unsere Heilungskräfte haben die Power alles zu bewältigen.

Und dieses Jahr 2016, fühle ich mich endlich so fit und energiereich, um auch andere bei dem Weg in ein schmerzfreies Leben begleiten zu können und biete daher TMS Coaching an. Weitere Infos zu dem Coaching finden Sie HIER

Sie möchten mehr über das Fragetool “The Work” von Byron Katie erfahren mit dem ich arbeite? Hier gelangen Sie zu meinem ausführlichen Artikel von meinem Blog “Life of Love” : Was ist “The Work” von Byron Katie und wie funktioniert es?

 

Bitte beachten Sie – allgemeiner Hinweis:

Ich schildere hier meine jahrelangen Beobachtungen in dieser Schmerzsymptomatik von TMS und das Wissen über TMS  von Herrn Dr. Sarno, gekoppelt mit einer eigenen These. Da ich eine bestimmte Auffassung über das Muskel-Schmerz-Verhältnis in Sarno`s Büchern leider nicht gefunden habe, habe ich eine eigene These hinzugefügt. Bitte berücksichtige Sie diese. Im Großen und Ganzen habe ich mich auf die Schmerzsymptomatik konzentriert, welche nach Sarno der Grundcharakter von TMS ist. Wobei die Äquivalente von TMS (z.B. Bluthochdruck, Ängste usw. – siehe Abschnitt „Äquivalente von TMS“) keine unwesentliche Rolle spielen. Vielleicht werde ich zu einem späteren Zeitpunkt noch ausführlicher über sie berichten.

5 thoughts on “Über Mich

  1. Alle wirksamen Therapien (Sarno, Bioenergetik, Ilse Middendorf, Dinah Bradley, Buteyko, PMR, Qi Gong/Tai Chi., ..) vereinen Merkmale, wie Bewegung, Dehnung, Atmung und möchten die Verbindung zwischen Kopf und Körper wiederherstellen.

    Ein gutes Beispiel ist die Bioenergetik bzw. Bioenergtische Analyse. Ausgangspunkt ist die Therapie von Wilhelm Reich (sog. Muskelpanzer), welcher erstmals Körpertherapie (Druck auf “Triggerpunkt” im Kiefer/Nacken/Rücken) und Atemtherapie (“Atemschemel”) mit Psychotherapie (genauer: Analyse nach Freud auf der Coach) kombiniert hat.

    Sarno referenziert leider meistens nur Freud, obwohl der Freud Schüler Reich viel besser passen würde. In seinen Büchern erwähnt er meines Wissens auch nicht, den Zusammenhang zwischen Atmung (Hyperventilation) und TMS. Auf Nachfrage wurde dieser Zusammenhang aber bestätigt.

    Die Lösung: Bewegung, Dehnung, Atmung plus evtl. Psychotherapie.
    Leider ein unmögliche Kombination für unser Gesundheitssystem. Ich wünsche jedem Patienten Willen, Ausdauer und Disziplin mit diesem Programm wieder gesund zu werden.

    1. Denise sagt:

      Vielen Dank für diesen sehr interessanten Kommentar/Link. Die Verbindung zwischen Muskeltonus und psychischen Wohlbefinden ist untrennbar miteinander vereint. Ich denke ,dass man nur per Psychoanalyse dauerhaft den übersteigerten Muskeltonus reduzieren kann bzw. ein seelisches Gleichgewicht wieder herstellen kann, jedoch sind körpertherapeutische Maßnahmen begleitend wichtig (z.B. Feldenkrais, Alexandertechnik) und natürlich Sport.
      Interessant wäre zu wissen wie die Bioenergtische Analyse in der Praxis ausschaut.

  2. Thomas Werner sagt:

    Mit großem Interesse habe ich die Infos dieser Homepage gelesen, da ich einen ähnlich komplexen und langwierigen Krankheitsverlauf und einige der genannten Therapien ebenso ausprobiert habe. Ich habe mir dann auch Sarno durchgelesen, was mir endlich Zusammenhänge zwischen Psyche und Muskelspannung und -schmerzen glaubhaft erklären konnte. Ich vermutete bei mir auch irgend welche psychischen Ursachen meiner somatoformen Beschwerden. Doch konnte ich in diversen Therapien keine wirklich dramatischen Ursachen finden, die solche starken Beschwerden wirklich erklären konnten. Habe sogar mein Leben komplett umgebaut, in der Hoffnung, meine etwaige Unzufriedenheit wäre die Ursache. Kein Arzt hat mich mehr richtig ernst genommen, ist psychosomatisch. Habe mich immer weiter informiert, wollte und kann mich nicht mit meinem immer schlechter werdenden Zustand abfinden, will irgend was tun, nur was, was hilft wirklich?

    Ich könnte inzwischen ein Buch über alles schreiben. Will hier aber nur auf die nun endlich gefundene Ursache hinweisen. Könnte viele betreffen. Bei mir wurde mittels Upright MRT eine instabile HWS gefunden, die Bänder der Kopfgelenke sind defekt. So komprimieren die “frei” beweglichen Kopfgelenke das Rückenmark, Nerven und Gefäße. Der Sympathikus, Nervus Vagus etc. sind so ständig gereizt und aktiviert. Weiterhin kommt es auch zu zeitweiliger Unterversorgung des Hirns. Spätfolgen eines Schleudertraumas durch einen oder mehrere Unfälle im bisherigen Leben sind letztendlich die Ursache für die defekten Bänder. Symptome können also auch erst sehr viel später auftreten.

    Die somatoformen Beschwerden, Ängste, Depressionen etc. sind nun erklärbar, auch die starken Verspannungen und Schmerzen im Nacken und Rücken. Der Körper versucht durch erhöhten Muskeltonus die Gelenke wieder zu stabilisieren. Mit der Zeit breitet sich die Verspannung dann im ganzen Körper aus. Im weiteren Verlauf führt das zu Burnout und Defiziten im gesamten Haushalt des Körpers. Doch durch Lösen eines etwaigen psychischen Problemes allein ist das nicht heilbar. Dr. Kuklinski erklärt das Problem sehr gut, beschreibt auch Therapiemöglichkeiten und geht auf die Fehleinschätzungen und -diagnosen der Ärzte ein.

    Die genannten Aspekte Bewegung, Atmung, Psycho- oder Verhaltenstherapie jedoch verbunden mit geeigneter Physiotherapie sind in der Tat hilfreich. Joggen oder sonstiger “Leistungs-”Sport, wie immer empfohlen, sind eher Gift. Weiterhin sollten Mängel bei der Ernährung und bei Mikronährstoffen aufgedeckt und behandelt werden, damit der Körper überhaupt wieder funktionieren kann.

  3. Margit sagt:

    Hallo Denise,
    welches der Bücher von Byron Katie ist nun das, welches man lesen soll?

    beste Grüße
    Margit

    1. Denise sagt:

      Hallo Margit,
      welches man lesen soll das kann ich so nicht sagen, weil jeder Mensch anders ist. Byron Katie hat ja mehrere Bücher geschrieben. In jedem erklärt sie immer das Grundprinzip, also schaut man dann nur noch wo bei einem selbst der Fokus liegt. Ich hatte mich damals für “Ich brauche deine Liebe- Ist das wahr?” entschieden.
      Ich glaub aber das Buch: “Lieben was ist. Wie vier Fragen Ihr Leben verändern können” ist das “neutrale” Standartwerk von ihr (also wenn man keinen Fokus auf ein Thema legen möchte).
      Liebe Grüße
      Denise

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>